Mobil mit dem Handy

Dein Handy kann mehr als nur telefonieren. Wir zeigen dir, wie du mit deinem Smartphone mobil bleibst.

Ein junger Mann schiebt ein Fahrrad und schaut dabei auf sein Smartphone.

Mit dem Smartphone bist Du überall erreichbar und kannst jederzeit im Netz surfen. Aber es macht Dich nicht nur digital mobil. Schnell und unkompliziert buchst Du mit Deinem Handy Fahrräder, E-Scooter oder ein Auto, reservierst Dir schon unterwegs einen Parkplatz oder steigst spontan in die Bahn – ohne Bargeld, Geldkarte und Wartezeiten.

Mit dem Leihrad durch die City – das Handy wird zum Fahrradfinder

Zuerst geht es mit dem Fahrrad auf Tour: In 80 deutschen Städten hält die Deutsche-Bahn-Tochter Call a Bike über 13.000 Leihräder für Dich bereit. Möchtest Du den Service nutzen, musst Du Dich zuerst per Handy-App ( iOS | Android) registrieren.

Zum Ausprobieren ist der Light-Tarif von Call a Bike ideal. Hier zahlst Du nämlich keine Jahresgebühr. Bist Du Power-Radler, bietet Dir das Komfort-Paket viele Vorteile, zum Beispiel 30 Freiminuten pro Fahrt. Tipp: Besitzt Du eine BahnCard, erhältst Du eine Ermäßigung auf die Jahresgebühr. In Hamburg und Lüneburg heißt Call a Bike übrigens StadtRad.

Hast Du über die App ein Fahrrad in Deiner Nähe gefunden, entsperrst Du es vor Ort bequem mit Deinem Handy. Dazu scannst Du mit der App und Deiner Handy-Kamera den QR-Code des Rades ein – bei neuen Call-a-Bike-Rädern immer hinten zwischen Gepäckträger und Sattelstange.

Neben Call a Bike gibt es noch weitere Sharinganbieter. Zum Beispiel Nextbike, das in rund 60 deutschen Städten vertreten ist. Auch hier funktionieren Anmeldung und Ausleihe per App ( iOS | Android). In vielen Uni-Städten arbeitet Nextbike mit den jeweiligen Hochschulen zusammen. Als Studierende bekommst Du dadurch einen günstigeren Tarif.

Kleinere Anbieter wie Donkey Republic ( iOS | Android) und Lime ( iOS | Android) bieten andere Vorteile. Zum Beispiel musst Du ein Lime-Fahrrad nicht zu einer festen Station zurückbringen, sondern kannst es einfach irgendwo im Ausleihgebiet abstellen und abschließen. Natürlich so, dass es niemanden behindert. Auch hier funktioniert das Ausleihen per App.

Keine Münzen für das Parkticket zur Hand? Die Handy-App ist die Lösung

Bist Du mit dem Auto unterwegs, wird oft die Parkplatzsuche zum Problem. Findest Du endlich einen, musst Du meist dafür zahlen. Auch hierbei hilft Dir Dein Smartphone: Immer mehr Städte bieten bereits das sogenannte Handyparken an, bei dem Du ganz ohne Kleingeld auskommst. Hierfür gibt es drei unterschiedliche Systeme:

  • Buchung per Anruf

  • Buchung per SMS

  • E-Ticket per Park-App

Im ersten Fall rufst Du die auf dem Parkscheinautomaten aufgedruckte Telefonnummer über Dein Handy an und gibst über die Tastatur die Nummer der Parkzone und die gewünschte Parkdauer ein. Der Parkscheinautomat wirft dann das passende Ticket aus. Das Bezahlen per SMS funktioniert ähnlich, hier sendest Du eine Textnachricht an die vorgegebene Kurzwahlnummer. In beiden Fällen zahlst Du den fälligen Betrag automatisch mit Deiner nächsten Handyrechnung.

Noch einfacher ist das Parken per App. Welchen Dienstleister Du vor Ort nutzen kannst, steht ebenfalls auf dem Parkscheinautomaten. Die meisten Apps sind kostenlos. Du zahlst also keine Monatsgebühren, sondern nur die gebuchten Parkzeiten. Die Stundentarife sind teilweise etwas höher als bei Papiertickets. Dafür kannst Du bei den meisten Diensten minutengenau die Parkzeit vorwählen oder auch mal aus der Ferne über das Handy Parkzeit nachbuchen oder nicht benötigte Parkzeit wieder abbestellen. Somit ist das Parken per App unterm Strich meist günstiger als der klassische Parkschein.

Parkplatz-Finder-Apps wie EasyPark ( iOS | Android) oder Parkopedia ( iOS | Android) finden sogar freie Parkplätze in der Nähe. Einige Dienste erinnern Dich zudem per Handynachricht, wenn Deine Parkzeit bald abläuft. Wichtig: Fährst Du öfter mit unterschiedlichen Autos, solltest Du beim Ticketkauf darauf achten, welches Autokennzeichen in der App registriert ist. Denn viele Handytickets sind fahrzeuggebunden.

Carsharing mit dem Smartphone – mit dem Handy auf vier Räder umsteigen

Du hast kein eigenes Auto, möchtest aber gelegentlich mal eines nutzen? Beispielsweise um schwere Einkäufe zu transportieren? Auch hier hilft Dir Dein Mobiltelefon. Große Carsharing-Anbieter wie Share Now (Nachfolger von car2go und DriveNow) ( iOS | Android), Cambio ( iOS | Android) und Flinkster ( iOS | Android) bieten eigene Apps unter ihrem jeweiligen Firmennamen.

Unterschiedlich sind die Reservierungsmodalitäten und die Regeln für die Rückgabe. Mal ist diese nur an bestimmten Standorten erlaubt, mal im gesamten inneren Stadtgebiet. Nutzt Du öfter Carsharing, solltest Du gleich die Apps von mehreren Anbietern auf Deinem Handy einrichten. So ist die Chance größer, dass ein passendes Fahrzeug in Deiner Nähe steht. Da Flinkster genau wie Call a Bike eine Tochter der Deutschen Bahn ist, ist die Registrierung für BahnCard-Besitzer kostenfrei.

Mit der Bahn bequem in die nächste Stadt – Dein Smartphone als Reisebegleiter

Apropos Bahn: Mit der App DB Navigator der Deutschen Bahn ( iOS | Android) kannst Du per Handy Fahrkarten für den Fernverkehr noch bis zu 10 Minuten nach Abfahrt bequem im Zug lösen. Bezahlen kannst Du per PayPal, Paydirekt, Lastschrift oder Sofortkauf.

Du reist mit Freunden? Für bis zu vier weitere Personen kannst Du über die App Tickets kaufen und dabei Prämien- und Statuspunkte sammeln. Über die Bestpreissuche findest Du gezielt die sogenannten Super-Spar-, Spar- und Flexangebote der Deutschen Bahn. Hast Du keine BahnCard, sind diese erheblich günstiger als normale Fernreisetickets. Auch Nahverkehrstickets für viele Verkehrsverbünde kannst Du im DB Navigator direkt per Handy buchen.

Mit App, Elektro-Scooter und E-Bike bequem durch den City-Dschungel

Du möchtest am Zielort schnell vom Bahnhof nach Hause oder ins Hotel? Mit dem per Smartphone gebuchten E-Scooter kommst Du auch im dichten Berufsverkehr gut durch die City. Denn damit darfst Du auch auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen fahren.

Aktuell gibt es eine Handvoll großer Anbieter in Deutschland und daneben einige kleinere Wettbewerber. Die Großen sind Bird ( iOS | Android), Circ ( iOS | Android), Lime, Tier (kooperiert mit Free Now) ( iOS | Android) und Voi ( iOS | Android).

Je nach Betreiber kannst Du neben E-Scootern auch E-Bikes oder Fahrräder ausleihen. Besonders schnell bringen Dich Free Now und Tier in acht deutschen Städten mit E-Bikes voran, die bis zu 45 km/h schnell unterwegs sind. Vor dem Ausleihen musst Du allerdings Deinen Führerschein über die Free-Now-App registrieren. Denn den brauchst Du für die flinken Bikes. Außerdem gilt beim Fahren eine Helmpflicht.

Praktisch: Falls es regnet, kannst Du Dir auch per Handy ein Taxi rufen. Die Free-Now-App hat auf Wunsch sogar sogenannte Eco-Umwelttaxis mit Elektro- oder Hybridantrieb im Angebot.

Mit dem Smartphone über Wellen und Wolken

Vielleicht doch lieber eine Fährüberfahrt per Handy buchen? Auch das ist kein Problem. So gibt es beispielsweise in Hamburg, Berlin, Frankfurt oder Konstanz Fährlinien im ÖPNV. Die kannst Du mit einem Handy-Ticket des jeweiligen Verkehrsverbundes nutzen.

Noch schneller und weiter voran kommst Du auf Reisen mit Handy-Apps wie PrivateFly ( iOS | Android) und JetApp ( iOS | Android). Damit buchst Du Dir per Smartphone gleich den eigenen Privatflieger zu einem Flugziel Deiner Wahl und zu einer Flugzeit nach Wunsch. Natürlich auch zu entsprechenden Preisen.

Bargeldlos zahlen mit Apple Pay und Co.

Viele Smartphone-Hersteller haben bereits eigene Bezahldienste in ihre Handys integriert. Damit machst Du Dein Smartphone zur praktischen Geldkarte. Der bekannteste Dienst ist Apple Pay. Mit Android-Smartphones wie den Samsung-Galaxy-Geräten hast Du die Wahl zwischen Google Pay und Samsung Pay. Einige ältere Huawei-Handys funktionieren ebenfalls mit Google Pay. Bei neueren Modellen arbeitet der chinesische Hersteller mit dem Schweizer Bezahlsystem-Betreiber epay/Bluecode zusammen.

Das Bezahlen funktioniert bei allen Anbietern nach demselben Prinzip: Ein im Smartphone verbauter Chip für NFC (Near Field Communication) verbindet sich vor Ort per Funkverbindung mit dem Fahrkartenautomaten oder der Supermarktkasse. In einigen deutschen Städten sind die Automaten im ÖPNV bereits fit für Apple Pay. Andere Verkehrsverbünde wollen bald nachziehen. Dann musst Du nie wieder nach passenden Münzen in der Geldbörse kramen oder Dich über Banknoten ärgern, die vom Automaten nicht erkannt werden.

Mit welchen Handys kannst Du bargeldlos bezahlen?

Alle Apple-Smartphones ab dem iPhone X unterstützen in Deutschland das Bezahlen per Apple Pay und haben einen NFC-Chip an Bord. Das gilt übrigens auch für alle iPad Pro mit 11-Zoll-Bildschirm und alle iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display ab der dritten Generation. Auch die Apple Watch beherrscht Apple Pay.

Bei Samsung funktioniert der hauseigene Bezahldienst Samsung Pay mit Telefonen der Galaxy-Reihe ab dem S8, mit Note-Geräten ab dem Galaxy Note 8 und in der Galaxy-A-Reihe ab dem Galaxy A6. Auch das XCover Pro und die Galaxy-Z-Serie unterstützen Samsung Pay. Ebenso wie die aktuellen Galaxy-Smartwatches.

Du suchst ein neues Handy, um unterwegs bequem Tickets per App oder NFC zu kaufen oder Dir Dein nächstes Carsharing-Auto zu buchen? Mit freenet Mobilfunk findest Du im Handy-Finder immer das passende Modell und den passenden Vertrag für Dich. Hier geht es zu Deinem Traum-Handy.

Foto: ©Shutterstock/Wild Squirrels

Lisa

Lisa hat schon früher ihren kleinen Brüdern die neuesten Gadgets erklärt. Sie weiß aber nicht nur technisch viel, sondern auch, wo es in Hamburg die beste Pizza gibt.

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